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Mehr Regio wagen !

Die RegioGesellschaft Oberrhein begrüßt die Initiative von IHK-Präsident Dr. Steffen Auer für einen Ausbau von grenzüberschreitender Infrastruktur

Die RegioGesellschaft Oberrhein begrüßt die Initiative der Industrie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein, sich für eine grenzüberschreitende Infrastruktur speziell zwischen Südbaden und dem Elsass einzusetzen. Dafür hatte IHK-Präsident Dr. Steffen Auer hatte in seiner Neujahrsrede plädiert. „Das ist der richtige Weg“, sagt Dr. Bernd Dallmann, Präsident der RegioGesellschaft Oberrhein. „Wir müssen mehr Regio wagen!“

Freiburg, Januar 2019. Auer hob in seiner Rede auf dem Neujahrsempfang der Kammer mehrmals hervor, dass die Gemeinsamkeiten zwischen Südbaden und dem Elsass nicht an der Grenze getrennt werden. Colmar und Neuf-Brisach seien nicht nur geographisch näher als Stuttgart oder Berlin. Es gebe auch ein enges Verständnis für die Belange auf beiden Seiten des Rheins – kulturell und wirtschaftlich. Dies habe sich in der Vergangenheit immer wieder bestätigt. „Mit grenzüberschreitender Infrastruktur kann man bei uns am Oberrhein nichts falsch machen. Jedes Projekt war ein Erfolg“, so Auer. „Wir begrüßen es sehr, dass Herr Dr. Auer sich in seiner Rede so viel Zeit für dieses Thema genommen hat“, sagt Dr. Bernd Dallmann, Präsident der RegioGesellschaft Oberrhein. „Die Bahnverbindung zwischen Colmar und Freiburg oder ein deutsch-französisches Gewerbegebiet, etwa auf dem Gelände des heutigen Atomkraftwerks Fessenheim, sind nicht die Kür, sondern unsere Pflicht.“ Allein durch die anstehende Schließung Fessenheims wird ein erheblicher Bedarf an neuen qualifizierten Arbeitsplätzen bestehen. Nicht nur im Elsass, auch auf deutscher Seite. Dies ist Aufgabe der gesamten Regio. Für solche grenzüberschreitenden Projekte macht sich die RegioGesellschaft Oberrhein stark. Zu ihren Anliegen gehört es auch eine bessere Anbindung des Euro-Airport Basel/Mulhouse an die Regio. „Vor allem die Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln muss ausgebaut werden, wenn der Flughafen seiner Bedeutung für die Regio auch in Zukunft gerecht werden will“, so Dallmann.

Ein deutsch-französisches Gewerbegebiet in Fessenheim – also in unmittelbarer Nachbarschaft zum Gewerbepark Breisgau – könnte viele räumliche Probleme am deutschen Rheinufer lösen. Der Gewerbepark stößt bereits heute an seine Grenzen. Eine Erweiterung ist ein komplexes Thema. Die Abschaltung Fessenheims ist keine ferne Utopie mehr. Im September des nächsten Jahres soll der erste Reaktor vom Netz gehen. Zwei Jahre später dann das gesamte Kraftwerk abgeschaltet sein. „Wir brauchen einen Plan für die Zeit danach“, so Dallmann. „Eine funktionierende Lösung wird es aber nur dann geben, wenn alle Seiten zusammenarbeiten.“ Dallmann plädiert dafür, dass Freiburg hier eine besondere Rolle einnimmt. Als größte Stadt in der Regio muss Freiburg Verantwortung übernehmen und initiativ vorangehen. Denn von einer funktionierenden und zukunftsfähigen Infrastruktur werden auch die Menschen in und um Freiburg profitieren – und nicht nur das Elsass.

Die RegioGesellschaft Oberrhein wurde 1985 gegründet und zählt heute mehr als 80 aktive Mitglieder, darunter wichtige Organisationen und Firmen aus der Regio. Sie setzen sich gemeinsam für grenzübergreifende Fragen ein, etwa die Bildung einer Europäischen Universität am Oberrhein, bessere Bahnverbindungen zwischen Colmar und Freiburg sowie Südbaden und dem Euro-Airport oder die Entwicklung einer nachhaltigen Wirtschaftszone im Elsass für die Zeit nach dem Kernkraftwerk Fessenheim.

Ihr Ansprechpartner für Rückfragen
Dr. Bernd Dallmann
Präsident der RegioGesellschaft Oberrhein

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